Informatives
Beiträge
Was tun bei Datenverlust?
Was Sie bei Datenverlust unbedingt beachten sollten
Wenn eine Festplatte ungewöhnliche Geräusche macht oder Daten plötzlich verschwunden sind: Gerät ausschalten. Jede weitere Nutzung kann Daten überschreiben oder die Hardware weiter beschädigen und damit eine professionelle Datenrettung erschweren.
2. Keine eigenen Rettungsversuche startenKeine kostenlosen Datenrettungsprogramme installieren, keine Formatierung durchführen, keine „Reparaturversuche“ in Eigenregie unternehmen. Das verschlechtert oft die Ausgangssituation, insbesondere, wenn versucht wird, Dateien oder gelöschte Fotos durch Zusatz-Tools wiederherzustellen.
3. Keine neuen Daten speichernSpeichern Sie nichts auf dem betroffenen Gerät. Neue Daten können gelöschte Bereiche überschreiben und verhindern, dass sich Dateien wiederherstellen lassen.
4. Ursache klärenHandelt es sich um einen Hardwaredefekt, einen Virus, eine Ransomware-Attacke oder ein versehentliches Löschen? Die richtige Einschätzung bestimmt das weitere Vorgehen beim Wiederherstellen von Daten. Überlegen Sie was Sie zuletzt getan haben und was den Fehler ausgelöst haben könnte.
5. Fachkundige Unterstützung hinzuziehenEin erfahrener IT-Dienstleister analysiert die Situation strukturiert und ohne weitere Risiken zu verursachen. Zunächst wird geklärt, wodurch der Datenverlust entstanden ist und ob eine sichere Wiederherstellung über ein vorhandenes Backup möglich ist oder eine spezialisierte Datenrettung notwendig wird. Erst auf dieser Basis werden gezielte Maßnahmen eingeleitet.
Regelmäßige Backups beugen Datenverlust vor
Was eine professionelle Datensicherung leisten muss
Backups sollten zuverlässig und ohne manuelles Eingreifen laufen, beispielsweise über ein Backup-Tool oder mit einer serverbasierten Lösung. So wird sichergestellt, dass keine Sicherung vergessen wird.
2. Regelmäßige SicherungsintervalleJe nach Arbeitsweise kann eine tägliche oder sogar mehrmalstägliche Datensicherung sinnvoll sein. Besonders bei Unternehmen mit hohem Datenaufkommen reduziert dies das Risiko von Datenverlust erheblich.
3. Ressourcen- und bandbreitenschonendEine moderne Backup-Software arbeitet mit einem inkrementellen Backup. Dabei werden nur geänderte Daten gesichert. Das schont Systemressourcen und Internetleitung.
4. DSGVO-konforme SpeicherungWer personenbezogene Daten verarbeitet, muss diese rechtskonform sichern. Professionelle Cloud-Backups werden in zertifizierten Rechenzentren innerhalb Deutschlands oder der EU gespeichert und erfüllen die Anforderungen der DSGVO.
Doch Vorsicht: Bei Cloud- bzw. Backup-Anbietern mit Sitz außerhalb Deutschlands, insbesondere US-Unternehmen, ist besondere Achtsamkeit geboten. Aufgrund möglicher Datenübermittlungen in Drittländer und gesetzlicher Zugriffsmöglichkeiten durch ausländische Behörden (Stichwort: Cloud Act) gelten solche Lösungen nicht automatisch als DSGVO-konform.
5. Schnelle Wiederherstellung (Recovery)Entscheidend ist nicht nur die Sicherung an sich, sondern auch der Zeitaufwand bei der Wiederherstellung. Systeme, einzelne Dateien oder komplette Server sollten innerhalb kurzer Zeit wiederhergestellt werden können.
6. Flexible WiederherstellungsoptionenOb einzelne Datei, kompletter Arbeitsplatz oder virtuelle Maschine, ein gutes Backup ermöglicht die gezielte und flexible Rücksicherung.